Unsere Wohnmobil Reise Teil 2

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Willkommen bei meinem zweiten Teil zu unserer Wohnmobil Reise mit dem CaraHome.
In Kroatien haben wir 6 Tage verbracht und somit waren wir schon zwei Wochen unterwegs. Nun fragten wir uns wohin als nächstes? Ab in die Schweiz dachten wir uns und da Venedig auf dem Weg in die Schweiz lag machten wir dort ein Stopp.
Uns ist Venedig allerdings von vielen abgeraten worden: zu voll, zu schmutzig, nichts für Kinder. Aber wenn wir schon mal da sind, dann schauen wir mal vorbei. Wie gesagt so getan. Während der Autofahrt habe ich dieses Mal nach einem normalen Parkplatz für Wohnmobile gesucht wo wir übernachten und das Fahrzeug dort stehen lassen könnten, damit wir in Ruhe am nächsten Tag Venedig anschauen können. Hierfür habe ich die App park4night benutzt, die ich sehr empfehlen kann. Ich bin auch fündig geworden, denn wir bekamen direkt einen Parkplatz der ca. 15 Minuten von Venedig entfernt war. Der Parkplatz war in Ordnung für 24h Aufenthaltsdauer und kostete 18€ inklusive Strom, Überwachung, Duschen und Wasser. Der Parkplatz heißt Caravan Park San Giuliano und von Kroatien bis dahin hatten wir ca. 216 km.
Am nächsten Tag sind wir mit einem Boot nach Venedig gefahren und ich bin so froh, dass wir uns dafür entschieden haben. Venedig ist wunderschön! Wir haben uns die Stadt irgendwie ganz anders und viel kleiner vorgestellt. Es hat definitiv nicht gestunken dort, schmutzig war es auch nicht und voll nur in manchen Gassen wo es viele Geschäfte gab. Aber für Kinder ist es wirklich nichts, weshalb wir beschlossen haben uns die Stadt irgendwann mal ohne Kinder anzuschauen.


Wir haben den ganzen Tag in Venedig verbracht und mein Mann sagte am Abend wir sollten alle duschen gehen und lieber nachts weiter fahren da die Kinder so müde sind, dass sie bestimmt die Nacht durchschlafen werden. Wie gesagt so getan und um ca. 20 Uhr haben wir den Womo Parkplatz verlassen. Wir hatten schon ein Ziel in der Schweiz, aber nichts gebucht und ich checkte schnell noch das Wetter dort und tja es sollte die ganze Woche regnen. Wir haben uns also während der Fahrt spontan umentschieden und sind dann nach Frankreich gefahren. 793 km bis zu unserem Ziel in Marseille. Ich habe mir nämlich einen Campingplatz ausgesucht aber für das buchen war es leider schon zu spät. Also sind wir einfach auf gut Glück hingefahren. Nach ca. 500 km haben wir einen Stopp auf einem Rastplatz gemacht und wieder die Kinder ins Bett gelegt und sind ebenfalls schlafen gegangen. Wir haben alle bis 9 Uhr geschlafen dann haben wir im Wohnmobil gefrühstückt und sind dann zu dem ausgesuchten Campingplatz gefahren. Dort angekommen hieß es: Keine Plätze mehr. Zum Glück gab es an der Straße 4 weitere Campingplätze und so bekamen wir ein Stellplatz bei Camping la Source in Martigues.


Ein kleiner aber feiner Campingplatz für den wir ca. 175€ für 5 Tage bezahlt haben. Dort gibt es ebenfalls einen Spielplatz und in ca. 100 m erreichte man schon das Meer. Das Wasser ist türkis-blau gewesen und es gab einen wunderschönen Sandstrand für die Kinder. Es waren jeden Tag um die 30-35 Grad dort, weshalb wir fast jeden Tag von morgens bis abends nur am Strand waren. Da es dort keinen Supermarkt gab sind wir an einem Tag nach Marseille in die Stadt gefahren, um eben ein paar Lebensmittel einzukaufen und uns die Stadt bei der Gelegenheit anzuschauen. Tja was soll ich sagen. Hätten wir uns einfach sparen können.
Die Stadt hat uns leider überhaupt nicht gefallen und egal wo man hinguckte lag Müll. Und das nicht wenig! Meiner Meinung nach muss man nicht dahin und schon gar nicht mit den Kindern, denn dort gibt es auch nichts für Kinder da bin ich mal ehrlich. Jedes Land hat bestimmt so eine Ecke und da sollte man einfach offen und ehrlich darüber sprechen können. Die Tage auf dem Campingplatz waren wunderschön aber wie gesagt im Großen und Ganzen gab es dort nichts außer das wunderschöne Meer weshalb ich es für Familien nicht unbedingt empfehlen würde. Was uns in Frankreich generell nicht so gefallen hat war, dass keiner von den Franzosen englisch gesprochen hat. Aber wirklich niemand. Man müsste sich mit Händen und Füßen verständigen und hoffen das man richtig verstanden wird. Einmal haben wir in einem Restaurant gegessen und selbst die Menükarte war nur auf französisch weshalb es ewig gedauert hat bis wir das eine oder andere mit Google übersetzen konnten. Die Preise waren auch alles andere als normal. Am letzten Abend haben wir dann beschlossen nach Holland zu fahren. Wir haben ebenfalls nichts gebucht, da es schon zu spät war und ich hoffte so sehr, dass wir auf dem ausgesuchten Camping ein Stellplatz bekommen denn im Internet sah es so wunderschön dort aus. Allerdings waren es bis dahin ca. 1266 km was natürlich mit einer Fahrt mit den Kids unmöglich schien. Am nächsten Tag haben wir wieder alles eingepackt was übrigens nie so lange gedauert hat, wenn man organisiert war und sind dann erstmal zu einem Park gefahren den ich im Internet gefunden habe.
Nach 347 km haben wir den Park de Miribel-Jonage erreicht und dort erstmal auf einem Parkplatz der zu dem tollen Spielplatz gehört hat das Wohnmobil abgestellt.

Der Park ist sooo schön gewesen! An dem Tag war es super heiß, aber es gab genug Bäume die Schatten gespendet haben und wo wir einfach total entspannen konnten. Maxi hatte riesen Spaß und Leonie war ebenfalls super drauf. Dort gibt es auch einen See wo man prima baden kann. Wir haben den Park vor 19 Uhr verlassen da ich einen Campingplatz gefunden habe bei dem wir eine Nacht übernachten wollten bevor wir weiterfahren.
Der Camping Le Large war ca. 30 Minuten von dem Park entfernt und wir haben dort für eine Übernachtung inklusive Strom 20,00 € bezahlt. Es war klein aber fein. Mit einem kleinem Spielplatz, Pool und Restaurant. Als wir dort angekommen sind und alles aus dem Kofferraum des Wohnmobiles auspacken wollten haben wir gemerkt, dass jemand versucht hat das Türschloss zu knacken um einzubrechen. Das muss passiert sein, als wir in dem Park auf dem Spielplatz waren. Wir waren erstmal geschockt denn schließlich hatten wir alles im Wohnmobil. Aber zum Glück ist dem Dieb der Einbruch nicht gelungen.
Da wir bis nach Holland weiterhin um die 900 km vor uns hatten haben wir beschlossen weiter auf einen nächsten Campingplatz zu fahren den ich über die Womo Stellplatz App gefunden habe. So sind wir ca. 405 km gefahren und haben ein Stellplatz auf dem Camping de Chalons-en-Champagne bekommen für den wir 24€ für eine Übernachtung bezahlt haben. Dieser Campingplatz ist allerdings nicht zu empfehlen. Bis auf einen Spielplatz wo wirklich ein paar tolle Kinder waren mit denen Maxi spielen konnte. Aber ansonsten war da nichts und unsauber war es dort leider auch. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück räumte ich noch das Wohnmobil auf, wir packten alles ein und fuhren also die letzten 490 km bis nach Holland.
Fast alle unserer Fahrten haben wir so geplant, dass die Kinder entweder Mittagsschlaf gemacht haben, es eben nachts war oder dass wir zwischen durch auf einem Spielplatz anhalten konnten damit sie eben frische Luft tanken und Maxi sich austoben konnte. Er hatte allerdings null Probleme mit der Fahrerei. Entweder hat er Tonie- Box gehört oder einfach aus dem Fenster geschaut. Wenn Leonie wach war hat er dann rumgealbert damit der Maus nicht zu langweilig wird. Ab und zu hat Leonie stark geschwitzt und da würde die Fahrt sehr unangenehm aber dann sind wir eben auf einem Rastplatz angehalten und ich bin mit ihr spazieren gegangen und nach 30 Minuten war sie meistens eh wieder müde, sodass die wieder während der Fahrt schnell eingeschlafen ist. Nun haben wir das fünfte und letzte Land auf unserer Reise erreicht: Holland.

Wir haben einen Stellplatz bekommen und ich habe mich sooo darüber gefreut, denn schließlich haben wir ja nichts gebucht und die Sommerferien haben schon angefangen. Dieser Campingplatz hat, bis auf direkten Zugang zum Meer, eigentlich alles was man auf einem Campingplatz braucht. Wir haben für 6 Tage inklusive Strom 127,00 € bezahlt. Dort gibt es einen kleinen Supermarkt wo man alles bekommt was man tagtäglich gebrauchen kann. Ein Restaurant direkt an einem großen Spielplatz, einen Mini Club wo es eine Kinderdisco oder Schaum Partys gibt, viele Tiere im Gehege aber auch Hühner die frei laufen. Diese wecken allerdings alle um 6 Uhr morgens auf, aber das nimmt man gerne in Kauf, wenn alles andere stimmt und das tat es auch. Zu dem Campingplatz gehört auch ein See mit einem kleinen Sandstrand wo man schön baden kann.
Am zweiten Tag sollte das Wetter noch nicht so heiß sein weshalb wir mit dem Wohnmobil nach Scheveningen gefahren sind. Das sind ca. 50 km von unserer Unterkunft gewesen. Was soll ich sagen! Schaut euch das bitte selber an! Wir haben noch nieee im Leben so einen wunderschönen und großen Strand gesehen! Einfach der Wahnsinn.
Schneverdingen hat uns richtig umgehauen! Nicht nur das Meer aber einfach alles. Das ganze drum herum! Die Promenade ist super lang und es gibt so unglaublich viele und tolle Restaurants, Bars und Cafés dort! Alles direkt mit Blick auf das Meer und die meisten Lokale haben Spielplätze am Strand! Man kann hier also definitiv Urlaub als Familien aber auch als Pärchen ohne Kinder machen, denn zu entdecken gibt es jede Menge. Ich habe mich

von meinem Mann und Maxi tatsächlich zu einer Riesenrad Fahrt überreden lassen, da Höhe und ich keine Freunde sind. Aber ich bin glücklich, dass ich das gemacht habe. Die Fahrt hat ca. 15 Minuten gedauert und war wirklich überhaupt nicht schlimm und echt entspannt also selbst für Menschen mit Höhenangst total zu empfehlen. Der Ausblick von da oben ist einmalig und atemberaubend.


So eine Fahrt müsst ihr also unbedingt machen, wenn ihr schon mal da seid. Wir waren auch an unserem letzten Abend und unserem letzten Tag der Reise dort und das war ein perfekter Abschluss. Überall war es sehr sauber und die Holländer sind sowas von kinderfreundlich. Alle super entspannt und ruhig. Keine Hektik oder Stress nur Freundlichkeiten. Nach Holland ging es dann nur noch zu unserer Familie nach Nordhorn und von da aus leider schon nach Berlin. Nach Hause. Es ist unfassbar wie schnell diese vier Wochen vergangen sind. Ich bin unglaublich glücklich, dass wir diese Reise gemacht haben und dass wir so viele überwiegend positive Erfahrungen machen konnten. Es hat uns noch mehr zusammengeschweißt und es war einfach nur wunderschön. Klar gab es mit meinem Mann die eine oder andere Meinungsverschiedenheit die ab und zu kleinen Zickereinen geführt haben am im Endeffekt war es nie was schlimmes und wir haben danach immer über unsere eigene Blödheit gelacht. Wie das eben in den Beziehungen so ist. Am Anfang hatte ich ein wenig Angst, dass wir mit der Räumlichkeit nicht so klar kommen werden denn immerhin waren wir noch nie so lange auf so einem engen Raum aber auch das war überhaupt kein Problem. Wir haben die meiste Zeit eh nur draußen verbracht und waren im Wohnmobil nur zum Schlafen oder kochen oder wenn es mal richtig doll geregnet hat was zum Glück nur 3-mal vorkam.
Ich sag euch sagen, so eine Reise ist das beste was man machen kann vor allem mit Kindern. Man ist frei, unabhängig von der Unterkunft oder von einem Ort. Es ist aber auch eine Reise wo man sich selber um alles kümmern muss. Man muss kochen, in den Spülräumen nach jeder Mahlzeit spülen, Wäsche waschen, öffentliche Sanitäranlagen benutzen, die Toilette leeren, Wasser tanken und ablassen usw. das muss einem bewusst sein und wenn ihr damit kein Problem habt und offen für Neues seid dann macht das! Unbedingt. Das kann man mit einem Hotel Urlaub überhaupt nicht vergleichen. So nun kommen wir zu der meist gestellten Frage: Was hat uns der ganze Spaß gekostet. Aaaaalso. Das Wohnmobil haben wir für unsere Reise zur Verfügung gestellt bekommen um es eben zu testen somit müssten wir für das Fahrzeug nichts zahlen. Hierbei sind die Preise auch sehr unterschiedlich, wenn ihr euch so ein Fahrzeug mieten möchtet. Denn es kommt immer auf das Modell des Wohnmobils an, für wie lange ihr es mieten möchtet und ob es eben in der Haupt- oder Nebensaison ist. Diese Preise könnt ihr aber natürlich direkt auf den Internetseiten des Anbieters sehen oder Anfragen. Da wir unser Wohnmobil zu Werbezwecken erhalten haben, gab es dort keine Ausrüstung die man aber normalerweise dabeihat oder sich für wenig Geld ausleihen kann. Wir haben also für die Ausrüstung und dabei war wirklich alles was wir gebraucht haben (bis auf einen Besen den wir aber in Österreich gekauft haben) ca. 500,00 € bezahlt. Für alles andere wie Stellplätze, Parkplätze, Sprit, Maut, Wäsche waschen, Einkäufe, Aktivitäten, oder Restaurantbesuche haben wir insgesamt 2.567,55 € bezahlt und wir waren in 5 Ländern ganze vier Wochen unterwegs. Ehrlich gesagt dachte ich das wäre mehr aber ich habe jetzt zweimal alle Rechnungen nachgezählt und es stimmt bis auf den letzten Cent. Es ist natürlich viel Geld aber das ist es Wert und die Summe ist so oder so für jeden individuell je nachdem wohin man fährt wie oft man auswärts essen geht wie lange die Reise insgesamt ist oder an wie vielen Plätzen man einen Halt macht.
Wir danken für unser Zuhause auf vier Rädern, dem CaraHome, was wir ehrlich gesagt jetzt schon wieder vermissen. Erst heute morgen hat mich Maxi gefragt wo denn „unser“ Wohnmobil ist und wann wir wieder damit fahren werden. Er hat die Reise geliebt und spricht immer noch von verschiedenen Situationen die während unser Reise aufgetreten sind. Ich habe die Reise geliebt denn ich konnte mir mit ihr einen meiner größten Träume erfüllen und ehrlich gesagt bin ich in Gedanken immer noch auf Reise nur mein Körper ist zu Hause. Ich sage euch, so eine Erfahrung bringt einen so zum Nachdenken aber im positiven Sinne. Mein Mann hat die Reise überzeugt und er hat sie ebenfalls geliebt und unsere kleine Leonie Maus bestimmt auch, denn auch mit ihr hatten wir keine Probleme. Es war unsere erste Wohnmobil Reise als Familie aber definitiv nicht die letzte und wir freuen uns schon auf das nächste mal.


So, ihr lieben Menschen da draußen, ich hoffe mein langer Bericht hat euch gefallen und ihr könnt meine Tipps gut gebrauchen. Falls noch irgendwelche Fragen offen sind, dann beantworte ich sie euch sehr gerne ansonsten findet ihr auf meinem Instagram Account in den Highlights die ganzen Videos zu unser Reise.

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