Meine Erfahrungen mit Neurodermitis

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Seit meiner frühen Kindheit leide ich an Neurodermitis und immer mal wieder habe ich Probleme mit dem juckenden Ausschlag. Aber was ist denn überhaupt Neurodermitis? Es ist eine nicht infektiöse, entzündliche Hauterkrankung, wobei die genaue Ursache bis heute nicht abschließend geklärt ist. Vor allem eine genetische Veranlagung wird diskutiert. Die Mediziner sprechen auch von “Atopische Dermatitis” oder “Atopisches Ekzem”.

Am 19.10.18 waren wir auf einem Event von La Roche-Posay, wo wir uns einen ganz tollen Vortrag zu dem Thema von einem Dermatologen anhören durften. Auf dem Event gab es auch einen wundervollen Raum, der extra für die Kinder eingerichtet war. Sie konnten sich dort richtig austoben. Es gab leckeres Essen, Spielzeug und einen Zauberer.

 

Bei mir ist es die genetische Vererbung, denn meine Mama und meine Oma leiden ebenfalls darunter. Als Kind war es bei mir so schlimm, dass ich Kortison-Salben verschrieben bekam und nur damit wurde es auf eine gewisse Zeit besser. Aber hallo? Das ist doch keine Lösung auf Dauer und schon gar nicht für ein Kind! Genau Kind! Das richtige Stichwort, denn unser kleiner Spatz hat es auch geerbt. 

Im Laufe der Jahre hat die Erkrankung bei mir ganz gut nachgelassen und ich hatte nur noch Probleme mit dem Ausschlag, wenn es wirklich sehr heiß war, da man viel geschwitzt hat oder eben sehr kalt war, da die Haut dadurch sehr trocken wurde. Im Sommer hatte ich das überwiegend in den Knie- und Armbeugen; im Winter extrem auf den Händen, was mir immer sehr unangenehm war. Ich bin öfter darauf angesprochen worden, was ich da denn an den Händen hätte, was mich wahnsinnig geärgert hat! Manche Menschen können seeeehr neugierig sein, ich sag’s euch! Irgendwann war bei mir wirklich Ruhe und ich war quasi befreit von der Erkrankung.

Tja, bis jetzt, denn in dieser Schwangerschaft ist alles wiedergekommen. Bei Maxi hat das alles mit ca. 5 Monaten angefangen, also eigentlich zu dem Zeitpunkt, an dem wir mit der Beikost begonnen haben. Natürlich waren wir bei 1.000 verschiedenen Ärzten und Osteopathen. Die Allergietests, die wir gemacht haben, haben einen Zusammenhang mit den Lebensmitteln ausgeschlossen. Sprich: Maxi reagiert nicht auf Lebensmittel, sondern andere Faktoren spielen eine Rolle. Er bekommt einen Ausschlag wenn er z.B. in neue, ihm unbekannte Situationen kommt, sich ärgert, schwitzt oder ihm etwas zu viel wird. Das kommt alles von der Psyche.

Aber wie erklärt man dem eigenen Kind, dass es sich bitte nicht kratzensoll? Ich kenne das ja von mir! Jetzt in der Schwangerschaft wo ich wieder davon betroffen bin, könnte ich mich nur kratzen, vor allem nachts ist es so schlimm! Aber es wird eben „besser“, wenn ich kratze, was natürlich eigentlich nicht der Fall ist. Im Gegenteil! Es wird schlimmer, nur man kann irgendwie nicht aufhören. Haha, ich klinge schon wie eine Verrückte, aber die Neurodermitiker unter uns wissen bestimmt was ich meine. Der Dermatologe hat hat uns von der #Sleepikar Studie berichtet. Demnach verbringt ein Kind mit Neurodermitis rund 1/4 der Nacht mit Kratzen. Das ist schon ganz schön viel Zeit, die unsere kleinen Mäuse sich damit quälen und nicht richtig schlafen.

Es gibt ein richtig tolles Buch von La Roche-Posay für die Kleinen, nämlich eine Gute-Nacht-Geschichte mit dem Kritze Kratze Monster und ein Lied gibt es dazu auch. Das Büchlein lesen wir manchmal abends vor dem Schlafengehen. Maxi versteht mittlerweile ganz gut was ihm dadurch vermittelt werden soll, doch leider klappt das mit dem “nicht kratzen” nachts nicht so gut. Das kleine Buch, den Song, die Ausmalbögen und sogar eine Vorlage für eine Monstermaske könnt ihr euch auf der Homepage kostenlos herunterladen, was ich wirklich super finde. Hier gehts zur Monsterthek 

Wir benutzen aktuell die La Roche-Posay Lipikar AP+Basis Pflegeserie für empfindliche und trockene Körperhaut bei Neurodermitis.

Dazu gehören diese Produkte:

Das Cremegel benutze ich persönlich natürlich unter der Dusche, aber bei Maxi mache ich immer etwas davon in die Badewanne rein. Seine Haut ist nach dem Baden auch viel glatter und man merkt, dass der Ausschlag nicht mehr so gereizt ist, wenn die Haut abgetrocknet ist. Das macht es natürlich viel einfacher ihn einzucremen, wobei er hier am Anfang gesagt hat, dass der Balsam brennt. Ich habe ja den gleichen Ausschlag und bei mir hat es noch nie gebrannt, bloß manchmal, wenn er nicht eingecremt werden möchte sagt er das. Was ich absolut empfehlen kann und wirklich wirklich liebe,ist dieser kleine Stick. Ohne Witz! Für uns einfach die beste Erfindung! Er ist klein, praktisch und man kann ihn immer und überall verwenden. Ich habe immer einen in der Handtasche dabei! Im Schlafzimmer und in Maxis Zimmer stehen sie auch. Unser Schatz weiß mittlerweile sehr gut,wofür der Stick ist und,wenn eine seiner Körperstellen juckt, schnappt er sich den Stick und cremt sich damit quasi selber ein. Das Gute ist, dass er durch das Zinkglukonat antibakteriell wirkt, weshalb wir beide ihn auch nacheinander benutzen können. Nachts wird er auch von uns verwendet.


Es ist nicht einfach mit dieser Erkrankung zu leben, das gebe ich offen und ehrlich zu, denn diese ständigen Ausschläge sorgen irgendwie für viel Stress. Manchmal denke ich, dass es für die Eltern deren Kinder davon betroffen sind, viel schlimmer ist, als für die Kinder selbst. Doch eines sollte klar sein! Egal wer, ob ein Kind, Jugendlicher oder ein Erwachsener, niemand sollte sich dafür schämen oder dies verstecken. Ich weiß es noch ganz genau, als ich mal Maxi in einer meiner Instagram Stories gezeigt habe und einigen von euch aufgefallen ist wie stark sein Ausschlag war. Es kamen tatsächlich Nachrichten wie: „Schämst du dich nicht für seinen Ausschlag“, „Willst du das nicht bedecken?”.. Na halloooo! Wo sind wir denn? Puhhh, da könnte ich mich stundenlang drüber aufregen. Wieso sollte man sich dafür schämen? Wir können nichts dafür! Und wieso sollte ich es extra bedecken oder sogar retuschieren? Aus welchem Grund? Es gibt so viele Menschen unter uns, die darunter leiden und ich finde es wichtig, dass man es eben zeigt, dazu steht und sich gegenseitig mit Tipps und Erfahrungen unterstützt.

COMMENTS (2)

  1. Sandra

    Kinga, ich folge dir seit du mit Maxi schwanger warst! Ich mag deine Art, deine Blogs ( soo interessant zu lesen ) und dein Wesen sehr. Ich leide selbst unter Neurodermitis und ich konnte soo richtig mitfühlen. Die Pflegelinie von La Roche hat mich auch sehr überzeugt und dank deiner Empfehlung habe ich mir den Stick bei Juckreiz geholt. Danke für deinen Bericht und deine ehrliche Art und Weise – Dinge zu erzählen!

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