Meine Brustvergrößerung

Wie ich schon bei Instagram bereits erwähnt habe, habe ich lange drüber nachgedacht ob ich dieses Thema in der Öffentlichkeit ansprechen soll. Nun bin ich froh, dass ich das getan habe denn ich bekam unglaublich viele Nachrichten von Frauen die ebenfalls unter diesem Problem leiden.

Ich fange mal von vorne an. Seit meiner Pubertät, besser gesagt seit meinem 15 Lebensjahr ist meine Brust nicht mehr gewachsen. Da ist einfach nichts passiert und ich konnte froh sein, wenn ich ein BH gefunden habe der mir mit 75A nicht allzu doll abgestanden hat. Ich habe mich geschämt. Wieso? Weil all meine Freundinnen schöne Brüste hatten nur ich nicht. Irgendwann mal bin ich gehänselt worden so dass ich angefangen habe nur noch Push up´s zu tragen. Aber heeey nicht so ganz normale Push up´s sondern die ganz ganz fetten! Ich glaube die nennt man XXL Push up. Mit 16 Jahren habe ich mir geschworen die Brust irgendwann mal zu vergrößern denn ich hasste den Teil meines Körpers! Ich hatte null Bezug zu meiner Brust! Ich fühle sie nicht und ich hasste es, wenn ich aus der Dusche rauskam und mich zufällig zum Spiegel drehte und sie da gesehen habe. Ich fühle mich wie ein 10-Jähriges Mädchen. Ich möchte an dieser Stelle betonen das dieser Satz nur auf mich bezogen ist und nicht das Frauen mit kleinen Brüsten wie kleine Mädchen aussehen. Ich wollte die Brustvergrößerung so schnell wie möglich denn die Schmerzen und das Leiden welche ich so viele Jahre mit mir getragen habe und jedes Mal vor dem Spiegel weinen müsste wenn ich mich nackt sah das hat niemand gesehen. Ich denke das kann man nur auch verstehen, wenn man sich selbst in so einer Situation befindet. Meine Mama sagte immer „Warte noch ab Schatz bis du selber Kinder hast“. Wieso sollte ich warten? Nun ja alle Frauen aus unserer Familie haben nach dem Baby ihre großen Brüste welche sie während der Schwangerschaft bekommen haben, behalten. Nur ich nicht. Ich habe so sehr gehofft denn in meine Schwangerschaft habe ich zwar 20 kg zugenommen aber die haben sich so gut verteilt das ich meinen Körper das erste Mal so richtig mit allem Drum und Dran einfach geliebt habe. Der Grund dafür war auch meine Oberweite welche von 75A auf 75C-75D gestiegen ist. Tja nachdem ich Maxi gestillt habe ist die Brust komplett zurückgegangen und ich meine wirklich komplett! Die Haut an der Brust war super gedehnt und sie sahen aus wie Luftballonen aus der man gerade die Luft rausgelassen hat. Seitdem ging gar nichts mehr! Meine Brüste waren ab da komplett TABU. Mein Freund dürfte sie nicht mehr anfassen geschweige denn sie anzuschauen. Beim umziehen drehte ich mich um und wehe es kam das Thema auf den Tisch. Ich fing dann direkt an zu weinen.

Mein Freund und ich sind seit 6 Jahren zusammen und er hat mich schon so kennen gelernt. Natürlich war er gegen einer Op denn er sagte mir er liebt mich so wie ich bin aber hey darum ging es mir nie! Niemals würde ich die Brust für jemanden anderen machen oder weil es momentan so der Trend ist. Ich weiß das er mich so liebt wie ich bin aber ich mich nicht. Also steckten wir unsere Köpfe zusammen und fingen an zu planen denn wir haben noch ein Baby zu Hause. Durch die Empfehlung von meiner Freundin bin ich dann beim Dr. Marcus Fritzsch ( Berlin ) gelandet. Ich habe mich sofort super wohl bei ihm gefühlt. Ich stellte meine tausend Fragen die ich hatte und diese sind mir ausführlich erklärt worden. Bei dem Beratungsgespräch habe ich von Anfang an gesagt das ich gerne die anatomische Form der Implantate haben möchte. Mir ist wichtig gewesen, dass die neue Brust zu mir passt und ich mich endlich wohl fühlen kann. Wir probierten verschiedene Größen der Implantate aus von 250-320g. An diesem Tag habe ich mich für 280g entscheiden. Wir machten ein Termin für die Operation aus welche schon in 2 Wochen stattfinden sollte. Davor sollte ich noch ein großes Blutbild sowie Ultraschalbilder von der Brust machen und meinem Arzt zukommen lassen. Wie gesagt so getan. Alles war super und wir konnten also loslegen. Die Tage davor war ich ziemlich gelassen und ich habe mich riesig gefreut, dass mein Traum nach über 10 Jahren endlich in Erfüllung geht.

Am Tag der Op war ich meega aufgeregt. Angst hatte ich nicht so wirklich aber die Aufregung hat mich fast aufgefressen. So Aufgeregt war ich ja noch nie! Ich saß auf dem krankenbett in der Klinik mit meinem Sohn und meinem Freund (eigentlich ist es meine Verlobter aber ich kann mich einfach an das Wort „Verlobter“ nicht gewönnen) und genießte die letzten Umarmungen. Nach der Operation darf man nämlich mindestens vier Wochen nichts Schweres tragen oder heben. Ab da hat sich also mein Freund hauptsächlich um unseren Spatz gekümmert. Irgendwann Mal kam die Schwester und hat mich zu meinem Chirurgen gebracht.

Ich muss noch dazu sagen das ich zu diesem Zeitpunkt unentschlossen war welche Implantatgröße ich tatsächlich nehmen soll. Ich konnte mich zwischen 280g und 320g einfach nicht entscheiden. Nach dem Beratungsgespräch habe ich natürlich nochmal gegoogelt und mir verschiedene Videos angeschaut und alle Frauen sagten, wenn man sich zwischen zwei Größen nicht entschieden kann soll man die größere Große nehmen. Mein Arzt sagte mir es sind 40g Unterschied quasi wie eine Espresso Tasse. Ich wollte nicht das meine Brust zu groß ausschaut aber zu klein sollte sie auch nicht sein. Er sagte beide großen passen super zu meinem Körper und 320g sind auch definitiv nicht zu viel. Also entschied ich mich im Op Saal für 320g. Ich habe eine Vollnarkose bekommen und 15 Minuten nach dem Eingriff welcher ca. eine Stunde gedauert hat bin ich auch aufgewacht. Die anatomischen Allergan Implantate sind unter dem Brustmuskel eingesetzt worden.

Die 320g ergeben ein volles 75B oder sogar 75C Körbchen. Kommt natürlich darauf an wo man die Unterwäsche kauft. Die ersten vier bis sechs Wochen muss ich jedoch einen stütz BH tragen. Zur Sicherheit bin ich eine Nacht in der Klinik geblieben.

Die kosten der Brust Operation bzw. Brustvergrößerung sind individuell und der Preis wird dann in einem Beratungsgespräch genannt.Den ersten Tag nach der Operation hatte ich höllische Rückenschmerzen denn als eine Bauchschläferin bin ich überhaupt nicht dran gewöhnt auf dem Rücken zu schlafen. Generell hatte ich die nächsten 7 Tage sehr starke Schmerzen nicht nur Rücken, sondern auch meine Brust t at mir sehr weh. Das war so ein sehr unangenehmer Druck in dem Brustkorb der nicht nachlassen wollte.

Es war definitiv kein Spaziergang aber nach ca. 10 Tagen hatte ich gar keine Schmerzen mehr und habe alles (außer tragen oder heben ) gemacht und getan wie sonst immer. Auch meinen Sohn konnte ich schon auf den Schoß halten oder ihn umarmen. Ich bin unglaublich glücklich das ich es gemacht habe und es hinter mir habe. Die Entscheidung mit den 320g war ebenfalls die beste die ich hätte treffen können. Jetzt liebe ich meine Brust und mein Körper! Alle Bilder sind nach der Operation entstanden worden.

COMMENTS (2)

  1. Natalja

    Hallo liebe Kinga! Das könnte ich sein, eins zu eins! Du sprichst mir aus der Seele 😢😢 ich hasse meine brüste…ich habe solche komplexe wegen diesem Teil meines Körpers, dass es schon nicht mehr normal ist. ich habe ebenfalls einen Sohn schon bekommen, möchte aber bestimmt noch ein Kind. Deswegen wollte ich gerne mal fragen, wie das denn mit dem zukünftigen stillen ist. Behindert die Vergrößerung das stillen?

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